Als Bindeglied zwischen Industrie und Technologie

Unser Gründer Christoph Schlund übernimmt in der Digital.Fabrik neben der Geschäftsführung die Rolle als Digital Engineer und ist damit Wissens- und Technologielieferant für unsere Industriekunden. Selbst war er schon mehrere Jahre in der Automobilbranche tätig und kennt daher die Herausforderungen und Bedürfnisse der Unternehmen. Christoph ist kein unbekanntes Gesicht, denn er war schon seit März als Experte für den Bereich Industrial Engineering Teil der Digital.Fabrik. Wie es zu der Gründung kam, was Christophs genaue Schwerpunkte sind und woher seine Fähigkeiten und Kenntnisse stammen, haben wir ihn in einem Interview einmal genauer gefragt.

Vorstellungsrunde. 🥳

Lernen Sie die Köpfe hinter der Digital.Fabrik genauer kennen: Wir möchten Ihnen unser vierköpfiges Team vor Ort näher vorstellen. Hier findest du alle Interviews.

Was bewegte dich dazu, gemeinsam mit David die Digital.Fabrik zu gründen?

Christoph: Die Gründung mit David war für mich keine schwere Entscheidung. Unser Ansatz der interdisziplinären Zusammenarbeit von Kompetenzen aus verschiedenen Fachbereichen hat zu diesem Zeitpunkt bereits seinen Proof of Concept bestanden. 

Mit der Gründung der Digital.Fabrik GmbH können wir Davids Know how im Bereich der Gründungen, Geschäftsmodellentwicklung und der digitalen Transformation mit meinen Kenntnissen im Bereich der Ingenieurdienstleistungen kombinieren.

 

Was sind denn genau deine Schwerpunkte? 

Christoph: Mein Bereich umfasst alle Leistungen, die auf Produktseite, bei der Produktentwicklung oder allgemein dem ganzen Produkt-Entstehungsprozess sowie der Wahl des Herstellungsverfahrens gefordert sind. Dabei spreche ich durch meine eigenen beruflichen Erfahrungen quasi die Sprache, die die Industrie versteht.

Da ich selbst mehrere Jahre in der Branche tätig war, kenne ich die Bedürfnisse der Unternehmer und kann diese nachvollziehen. Somit bilde ich das Bindeglied zwischen den Industrieunternehmen und den Technologie-Experten.

 

Die Selbstständigkeit ist nichts Neues für dich, oder? 

Christoph: Genau, ich startete zunächst im Nebenerwerb, um zum einen die Sicherheit des Hauptarbeitgebers zu wissen und gleichzeitig die Freiheiten der Selbstständigkeit kennenzulernen.

Mir war schon während der Ausbildung zum Mechatroniker und dem Maschinenbaustudium klar, dass ich irgendwann auf eigenen Beinen stehen wollte. Ich war schon immer technisch begeistert und schnupperte früh Praxisluft in Form von verschiedenen Praktika, u. a. auch in einem Sägewerk und bei einem Hersteller für Solaranlagen. Ein wichtiger Teil war für mich immer, die eigenen Ideen auch selbst umzusetzen und am Ende wirklich etwas in den Händen zu halten.

Mich begeistert bis heute vor allem der ganze Weg beziehungsweise der Ablauf der Umsetzung. Beginnend bei der Erstellung eines Modells im CAD-Programm über den Prototypenbau bis zur Auswahl des passenden Fertigungsverfahrens.

Nach dem Studium legte ich mir eigene CNC-Werkzeugmaschinen zum Drehen und Fräsen zu und bediente damit die ersten Kunden. Hauptberuflich war ich zu der Zeit hier in Bamberg bei einem großen Automobilzulieferer im Bereich E-Mobilität als Konstrukteur tätig und verantwortete die Entwicklung innovativer Produkte und den Prototypenbau. Schon hier war es meine Aufgabe Ideen schnell umzusetzen, Modelle auszuprobieren und Entscheidungen zu treffen, wann ein Ansatz weiterverfolgt oder verworfen wird. 

Ich bin schon immer sehr neugierig und probiere gerne moderne Technologien aus. So brachte ich schon vor fast zehn Jahren den 3D-Druck als damals noch total neues Fertigungsverfahren in mein Unternehmen ein und war demnach auch für alle Drucker im Werk zuständig.

 

Wann hast du den Schritt in die komplette Selbstständigkeit gewagt?

Christoph: Irgendwann wurden die Projekte und zeitgleich die Verantwortung im eigenen Unternehmen immer größer. An diesem Punkt stand ich vor der Entscheidung meinen Fokus zu setzen. Da ich ein Freund des lebenslangen Lernens bin und und der Wissenshunger überwog, fiel die Entscheidung pro Selbstständigkeit und schon wenig später war ich mit CS Innovations mein eigener Chef.

 

Mit der Integration in die Digital.Fabrik darfst du nun mit David zusammen dein eigenes Team leiten. Wie handhabst du das?

Christoph: Grundsätzlich macht mir diese neue Aufgabe und die Zusammenarbeit sehr viel Spaß, auch wenn es für mich Neuland ist, Tasks abzugeben.

So weit es geht, möchte ich meinem Mitarbeitern freie Hand lassen und ihnen nichts vorschreiben. Ich freue mich immer über neue Ideen und Anreize und lasse mich auch gerne von anderen Ansichten und Meinungen inspirieren. Klar ist eine regelmäßige Abstimmung bei einer solchen Arbeitsweise enorm wichtig, damit es auch in die richtige Richtung geht.

Besonders wichtig finde ich in dem Zusammenhang auch Fehler zuzulassen und richtig damit umzugehen. Erfahrungen muss jeder sammeln und genau so eine positive Fehlerkultur hat mir unwahrscheinlich geholfen.

 

Was heißt die Gründung der Digital.Fabrik denn nun für deine bisherigen Kunden? 

Christoph: Meiner Meinung nach profitiert mein bisheriger Kundenstamm von der Gründung. Ich kann Ihnen nun ein umfangreicheres Angebot beziehungsweise ein erweitertes Portfolio mit beratender Leistung, aber auch Umsetzung aus einer Hand bieten. 

Durch die Verknüpfung unserer Kernkompetenzen IoT, Hard- und Software Entwicklung, Digitale Transformation, Engineering und KI bilden wir den gesamten Bereich ab, um ein Unternehmen zukunftssicher aufzustellen.

 

Hast du ein Beispiel für mich? 

Christoph: Klar! Ein klassischer Anwendungsfall wäre ein Unternehmer mit einem Problem im Maschinenbau. Statt nur diese Herausforderung zu bewältigen, denken wir gleich einen Schritt weiter. Der Kunde erhält nicht nur eine einzelne Lösung, sondern wir gehen die ganze Sache vollumfänglich an.

Das heißt, wir bringen beispielsweise Impulse mithilfe von Pilotprojekten ins Unternehmen und entwickeln schon parallel dazu ein Geschäftsmodell. Der Kunde hat also nicht nur eine Lösung für sich selbst, sondern kann es gleich selbst weiter an Unternehmen mit ähnlichen Schwierigkeiten vermarkten. Das Problem wird nicht nur gelöst, sondern kann dem Unternehmen zu einem weiteren Standbein verhelfen. Wir sind dabei als Kooperationspartner integriert.

Dass unser Ansatz greift, zeigt beispielsweise unsere Zusammenarbeit mit EXPRESSO Deutschland. Besonders habe ich mich über ihr Feedback gefreut: “Ihr seid die ersten, bei denen wir verstehen, was wir brauchen.”

Ursprünglich wollte das Unternehmen eine reine Hardwareentwicklung umsetzen. Gemeinsam fanden wir bei einer Analyse heraus, dass ihr Produkt noch viele weitere Mehrwerte bieten kann, als ihnen bislang bekannt war. Dadurch eröffnet sich Expresso eine ganz neue Produktsparte, die sie nun in Kooperation mit uns auf den Markt bringen.

 

Du bist nicht nur Geschäftsführer, sondern gleichzeitig für den Bereich Industrial Engineering verantwortlich. Was bedeutet das genau?

 

Christoph: Der Bereich Industrial Engineering ist ein Teilbereich des allgemeinen Ingenieurs. Wenn es darum geht, dass Produkte durch Ingenieure entwickelt werden, kommt der Industrial Engineer ins Spiel, sobald das Produkt in Masse hergestellt werden soll.

Es fängt an mit der Entwicklung: Wie kann ich das Produkt so designen, dass ich es auch in Masse herstellen kann. Sprich sind z.B. Greifpunkte für einen Roboter für eine Automatisierung vorhanden? Dann geht es um die Auslegung der Fertigungslinie und die Betreuung derer. Das heißt, wie sind die Qualitätsmerkmale, stimmen meine Taktzeiten und habe ich das volle Optimierungspotenzial ausgeschöpft.

Zudem muss der Industrial Engineer auch die Technologien, die sich am Markt etablieren im Blick haben. So kann er den Trends folgen und die Fertigung durchgehend optimieren. 

Heutzutage entstehen fast täglich neue Technologien, um Dinge herzustellen, auch im Prototyping-Bereich. Die additive Fertigung findet in ganz vielen Bereichen immer mehr Einsatz. Und auch das sind die Aufgaben eines Industrial Engineers. Wie kann ich diese Technologien gewinnbringend in meinen Bereich mit einsetzen.

 

Vielen Dank, Christoph!

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